Häufige Fragen und Antworten

Informationen für unsere Mitglieder, Kunden und Geschäftspartner zur geplanten Fusion

Die Fragen-Antworten-Liste wird kontinuierlich - je nach Projektstand - erweitert. Wir werden Sie über unsere Webseite auf dem Laufenden halten.

1. Aus welchen Gründen haben sich die beiden Banken für eine Verschmelzung entschieden?

Durch die Fusion erreichen wir eine noch nachhaltigere Einheit, die geografisch und wirtschaftlich unseren regionalen Handlungsspielraum erheblich erweitert. Schon allein das gestiegene Eigenkapital und die damit einhergehenden Finanzierungsmöglichkeiten erschließen neue Potentiale für die von uns betreuten Mitglieder und Kunden.

Wir sind sicher, dass die Einzugsgebiete beider Banken eine gemeinsame, regionale Identität aufweisen. Die wirtschaftliche und kulturelle Vernetzung unserer Kunden in den Städten und den Landkreisen ist enorm und kann mit unserer Hilfe deutlich erweitert werden. Wir sind daher in einem gemeinsamen Marktgebiet tätig, in dem zukünftig eine starke Genossenschaftsbank agieren sollte.

Mit der Verschmelzung leisten wir einen Beitrag zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer beiden Banken. Den Veränderungen im Rahmen des anhaltend niedrigen Zinsniveaus, den spürbar höheren Belastungen aus aufsichtsrechtlichen Anforderungen, der zunehmenden Digitalisierung sowie den demografischen Szenarien können wir gemeinsam besser entgegentreten.

In intensiven Gesprächen zur Vorbereitung des Kooperationsvertrages haben wir viele Gemeinsamkeiten in der Unternehmenskultur festgestellt, unser Geschäftsmodell und unser Leistungsangebot sind nahezu deckungsgleich; von daher sind unsere Überlegungen zukunftsorientiert und zielführend, um ein starker Partner für Mitglieder und Kunden zu sein.

2. Welche Ziele sollen mit der Fusion erreicht werden?

Oberste Priorität hat die Erhöhung des Nutzens für unsere Mitglieder und Kunden.

Hierbei sind Kernaspekte:

  • die Förderung der regionalen Wirtschaft
  • die weitere Steigerung der Beratungsqualität vor Ort durch Bündelung der Kompetenzen
  • das Vorhalten eines bedarfsorientierten und konkurrenzfähigen Produkt- und Leistungsangebotes

Als nachhaltig stabile und ertragsstarke Bank vor Ort können wir mit der Fusion bessere Kreditvergabemöglichkeiten erzielen und im Wettbewerb bestehen. Ein weiteres Ziel ist, auch in dem schwierigen Umfeld ein nachhaltig attraktiver Arbeitgeber für unsere Mitarbeiter zu bleiben. Für sie bietet die Verschmelzung eine Vielzahl interessanter, neuer Aufgaben und Herausforderungen.

3. Gibt es bei den Fusionspartnern wirtschaftliche Notwendigkeiten für eine Verschmelzung?

Nein. Die Volksbank Bautzen eG und die Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG sind gesund und leistungsstark. Gerade diese Position der Stärke ermöglicht es, dass zwei völlig gleichberechtigte Banken die Zukunft gemeinsam gestalten. Dabei verstehen sich beide Banken als Universalbank. Das bestehende Leistungsangebot ist nahezu identisch; bleibt mindestens gleich und wird individuell den zukünftigen Anforderungen an Beratung strukturiert angepasst.

Darüber hinaus können wir in der größeren Einheit effizienter arbeiten - Standardaufgaben bündeln und Spezialistentätigkeiten ausbauen. So können wir einerseits Kosten sparen und andererseits unsere Kompetenz und unser Leistungsangebot weiter ausbauen. Beide Effekte helfen uns langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

4. Wer wird übertragende Bank / wer wird übernehmende Bank?

Da bei der rechtlichen Fusion wirtschaftliche und steuerliche Kriterien den Ausschlag geben, wird die Volksbank Bautzen eG die rechtlich übernehmende Genossenschaft sein.

Bei der technischen Fusion legen wir vor allem Wert auf die Praktikabilität und Effektivität bei der Zusammenführung unserer beiden Systeme. Aus diesem Grund wird die Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG die technisch übernehmende Genossenschaft sein.

5. Welche Gründe gibt es für die Wahl der Firmenbezeichnung?

„Volksbank Bautzen eG“ und „Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG“ sind zwei etablierte Firmen sowie zwei starke und bekannte Marken im jeweiligen Markt. Bei der Namensfindung für die fusionierte Bank haben wir vor der Herausforderung gestanden, beide Marken in die neue Firmierung zu integrieren und dennoch einen gemeinsamen Namen zu finden, der identitätsstiftend, prägnant, kurz und modern ist.

Aus diesen Gründen haben wir uns für die Firmierung:

„Volksbank Dresden-Bautzen eG“

entschieden. Das neue Geschäftsgebiet befindet sich in der Stadt Dresden, dem Landkreis Bautzen sowie Teilen der Landkreise Meißen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Die Stadt Dresden ist das Wirtschafts- und Bankenzentrum dieser Region und mit dem Landkreis Bautzen haben wir zukünftig zwei Kernregionen unseres Hauses, in denen ein innovativer Mittelstand und eine starke Landwirtschaft arbeiten. Das neue Geschäftsgebiet hat circa eine Million Einwohner.

6. Warum ist die Bezeichnung „Raiffeisenbank“ in dem neuen Namen nicht mehr enthalten?

Die Bezeichnung "Raiffeisenbank" ist allein zugunsten der genannten Anforderungen an den Markennamen entfallen. Dennoch stehen wir - wie bisher auch - zu unseren landwirtschaftlichen Wurzeln und die Bedeutung der Agrarwirtschaft wird für unsere Genossenschaft nicht sinken. Unsere besondere Verbundenheit mit dieser Branche wird auch künftig sehr deutlich spürbar sein und eines unserer Kerngeschäftsfelder darstellen.

7. Wo ist juristischer Sitz des fusionierten Unternehmens?

Der juristische Sitz wird zukünftig in Dresden sein. Hier ist die Bank an exponierter Stelle vertreten. Die Landeshauptstadt ist ein identitätsstiftender Leuchtturm für die gesamte Region. Die Entscheidungswege für unsere Kunden in den Landkreisen werden aufgrund der bestehenden Filialstruktur kurz bleiben.

8. Was wird aus dem Bankensitz in Bautzen?

Der Standort Bautzen (Goschwitzstraße) wird neben dem Standort Dresden (Villa Eschebach) eine der beiden Hauptstellen in der fusionierten Bank sein und damit zu den wichtigsten Filialen gehören, an dem es weiterhin umfassenden Service und alle Beratungsdienstleistungen geben wird.

Ebenso wird die Präsenz des Vorstandes vor Ort sichergestellt. Darüber hinaus werden wir unsere vielfältigen Veranstaltungen in Bautzen sowie im Geschäftsgebiet weiterhin durchführen.

9. Hat die Stadt und der Landkreis Bautzen mit Einschnitten zu rechnen, weil der Sitz der Bank nach Dresden verlagert wird, z.B. bei den Steuereinnahmen?

Nein. Wir haben in den vorherigen Punkten deutlich zum Ausdruck gebracht, welche Strategie die neue Volksbank Dresden-Bautzen eG verfolgt. Ein wesentlicher Punkt ist der Erhalt der regionalen Nähe. Weder werden wir fusionsbedingt Filialen schließen, noch streben wir eine Zentralisierung unserer Mitarbeiter in Dresden an. Demnach muss die Stadt Bautzen keine Einschnitte fürchten, weil u.a. die Gewerbesteuer nicht nur am Sitz der Genossenschaft entrichtet wird. Maßgeblich ist die Lohnsumme der Mitarbeiter, die vor Ort in der Kommune arbeiten. Danach wird die Gewerbesteuer bemessen und verteilt.

10. Wie sieht der Zeitplan aus?

Es ist vorgesehen die Volksbank Bautzen eG und die Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG rückwirkend zum 01.01.2017 zu verschmelzen. In den Vertreterversammlungen der beiden Banken werden die Vertreter gebeten die jeweiligen Beschlüsse zu fassen.

Die Vertreterversammlung der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG findet am Dienstag, dem 16. Mai 2017 in Dresden statt. Die Vertreterversammlung der Volksbank Bautzen eG findet am Mittwoch, dem 17. Mai 2017 in Bautzen statt.

Die technische Fusion wird am Samstag, dem 23. September 2017 stattfinden.

11. Was bedeutet die Fusion für das Filialnetz der beteiligten Banken?

Wir bieten unseren Kunden mit 34 Filialen und 12 SB-Standorten* ein flächendeckendes Netz an Beratung, Service und Geldversorgung. Wir bekennen uns zur Nähe und zu den Menschen als Bank vor Ort, es wird keine fusionsbedingten Filialschließungen geben.

Dennoch müssen wir bei der Zukunftsplanung unserer Standorte demografische Entwicklungen genauso berücksichtigen wie das Kundenverhalten, das sich auf Grund der zunehmenden Digitalisierung weg vom reinen Service und hin zur individuellen Beratung entscheidend ändert.

12. Müssen sich die Kunden an neue Ansprechpartner, neue Kontonummern oder an ein neues Leistungsangebot gewöhnen?

Grundsätzlich wollen wir im Zuge der Fusion nicht in bestehende Kunde-Bank-Beziehungen eingreifen. Ein persönliches, vertrauensvolles Verhältnis zum Berater ist Teil unseres genossenschaftlichen Selbstverständnisses und auch Grundlage des bisherigen Erfolges.

Diese Verschmelzung macht jedoch einige technische Veränderungen notwendig. So müssen alle Konten unter einer einheitlichen Bankleitzahl zusammengeführt werden. Nach der technischen Fusion am 23. September 2017 wird es nur noch eine Bankleitzahl geben – und zwar die der technisch übernehmenden Bank, der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG.

Das bedeutet für alle Kunden der Volksbank Bautzen eG, dass Sie eine neue Bankleitzahl, eine neue Kontonummer und demzufolge eine neue IBAN erhalten. Zahlungen nach der technischen Fusion an die alte Bankverbindung (z.B. Gehaltseingänge) kommen auch weiterhin bei der neuen Bankverbindung an.

Um Sie bei der Umstellung bestmöglich zu unterstützen, werden wir möglichst viele Stellen automatisch über die neuen Bankverbindungsdaten informieren, sodass Sie selbst vorerst keinen Handlungsbedarf haben.

Unabhängig von der Fusion erhalten die Kunden der Volksbank Bautzen eG im 4. Quartal 2017 im Rahmen der Kartenhauptausstattung regulär eine neue VR-BankCard. Diese wird dann schon mit neuer Kontonummer und IBAN versehen sein. Für den Zeitraum zwischen technischer Fusion und Erhalt der neuen BankCard funktioniert die bestehende BankCard weiterhin.

Gegebenenfalls vorhandene Kreditkarten bleiben weiterhin bis Laufzeitende gültig und werden daher nicht ausgetauscht. Über alle anstehenden Änderungen werden alle Kunden der Volksbank Bautzen eG detailliert per Brief im Vorfeld informiert.

13. Wie wird die zukünftige Qualität der Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit, den Vereinen und Verbänden aussehen?

Auch die vereinte Bank versteht sich als regional stark verwurzeltes Unternehmen. Grundsätzlich wird sich deshalb an der Nähe zu den Menschen und gesellschaftlichen Organisationen sowie den bisher praktizierten Möglichkeiten nichts ändern. So wird langfristig die gewohnte Unterstützung von Vereinen und Verbänden im gesamten Geschäftsgebiet – im städtischen und im ländlichen Raum - sichergestellt.

14. Wie geht es mit den Regionalveranstaltungen für Mitglieder der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG weiter?

Wir werden diese Möglichkeit zur Information, Unterhaltung und Kommunikation im Geschäftsgebiet der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG beibehalten. Eine Ausdehnung auf den Landkreis Bautzen werden wir im Rahmen der Verschmelzung intensiv erörtern. Ein Anfang wird mit sechs regionalen Vertreterinformationsveranstaltungen im Geschäftsgebiet der Volksbank Bautzen eG im März 2017 gemacht.

15. Wie werden die Gremien der Bank besetzt?

Die Vertreterversammlung der übertragenden Genossenschaft (Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG) wird mit der Fusion aufgelöst. Neuwahlen für eine Gesamtvertreterversammlung sind für 2018 geplant. Für beide Banken bedeutet dies, die nächsten durchzuführenden Vertreterwahlen vorzuziehen.

Bei dem Verhältnis Mitglieder zu Vertreter möchten wir uns an der Relation in der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG orientieren, welche 100:1 beträgt. Die Vertreter der Volksbank Bautzen eG werden in der Vertreterversammlung 2017 um die Übernahme dieses Verhältnisses gebeten, welches in diesem Haus aktuell noch bei 50:1 liegt.

Der Aufsichtsrat soll zu gleichen Teilen mit Mitgliedern beider Banken besetzt sein. Der Vorstand wird paritätisch aus den heutigen Vorstandsmitgliedern bestehen, wobei leider Herr Schneider zum Zeitpunkt der Eintragung in das Genossenschaftsregister altersbedingt dem Vorstand nicht mehr angehören wird. Somit wird der Vorstand der neuen Bank aus vier Vorstandsmitgliedern bestehen.

16. Was passiert mit den Geschäftsanteilen der Mitglieder?

Die Mitgliedschaft und die Mitgliedsrechte aller Genossenschaftsmitglieder bleiben unangetastet.

Bei den Mitgliedern der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG sinkt die Haftungssumme von 250 Euro auf 50 Euro pro Genossenschaftsanteil ab. Das entspricht der Haftungssumme der Volksbank Bautzen eG.

17. Was wird aus den Arbeitsplätzen der Mitarbeiter?

Es wird keine fusionsbedingten Kündigungen geben. Die teilweise bestehenden Doppelungen in Aufgaben können zur Übernahme neuer Aufgaben und zu veränderten Arbeitsorten führen. Aktuell ist keine generelle Zentralisierung der Arbeitsplätze vorgesehen. Um die vorhandenen Ressourcen zielführend zu nutzen, werden insbesondere technische Möglichkeiten und Ablaufoptimierungen geprüft.

*Stand der Zahlen: 31.12.2016